Was tun, wenn die lang erwartete Jahresabrechnung für die eigene Eigentumswohnung einfach ausbleibt? Besonders pikant wird es, wenn die Wohnungseigentümergemeinschaft selbst ohne Verwalter dasteht und scheinbar niemand zuständig ist. Ein genervter Eigentümer in Baden-Württemberg zog deshalb vor Gericht – ausgerechnet gegen seine eigene Gemeinschaft. Die zentrale Frage: Muss eine „verwalterlose“ Gemeinschaft überhaupt noch eine solche Nebenkostenabrechnung erstellen und herausgeben?
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Ein plötzlich auftauchender Wasserfleck an der Zimmerdecke lässt den Blick jedes Wohnungseigentümers unweigerlich zum Nachbarn über ihm wandern. Im vorliegenden Fall schien die Ursache klar: ein undichter Balkon in der darüberliegenden Wohnung. Doch ein Stuttgarter Gerichtsurteil beleuchtet nun, wie trügerisch dieser erste Eindruck sein kann, wenn es um die juristische Zuordnung von **Gemeinschaftseigentum** geht. Es zeigt eindrücklich, dass bei Bauschäden nicht immer der vermeintliche Verursacher haftet.
Eine hohe Gutschrift auf der **Betriebskostenabrechnung** – und gleichzeitig die Forderung nach deutlich höheren Vorauszahlungen? Diese widersprüchliche Situation eskalierte für eine Ladenmieterin in Brandenburg zum Rechtsstreit mit ihrem Vermieter. Das Amtsgericht Brandenburg musste nun klären, ob Vermieter die monatlichen **Nebenkostenvorauszahlungen** erhöhen dürfen, selbst wenn der Mieter gerade ein dickes Guthaben erhalten hat. Ein Urteil, das die Spielregeln für die Nebenkostenanpassung neu beleuchtet.
Eine gut gemeinte Familienlösung eskalierte vor Gericht, als ein Schwager die **Nutzungsentschädigung** für das von Verwandten bewohnte Haus drastisch erhöhte und schließlich die Kündigung aussprach. Doch was als Übergangsregelung begann, hatte sich laut Richtern stillschweigend zu einem echten Mietvertrag entwickelt. Damit stand plötzlich die Gültigkeit der Forderungen und die Räumung des Familienheims auf dem Spiel.
Große Sanierungspläne können jede Wohnungseigentümergemeinschaft auf die Probe stellen. In München führte ein solcher Streit nun zu einem weitreichenden Urteil: Das Landgericht kippte Beschlüsse zu Planungsleistungen und deren Finanzierung, weil entscheidende Vergleichsangebote fehlten und Tiefgaragenbesitzer unrechtmäßig ausgeschlossen blieben. Sogar eine weitreichende Vereinfachung zukünftiger Abstimmungen wurde für nichtig erklärt. Der Fall zeigt, wie präzise Bau- und Finanzierungsentscheidungen in Eigentümergemeinschaften gefasst werden müssen.
Flammen schlagen aus einem Restaurant, das nach hohen Investitionen florierte – und schlagartig war die Existenz des Mieters bedroht. Während die Asche noch rauchte, entbrannte der Streit: Muss ein Mieter nach einem Brandschaden weiterhin die volle Miete für ein unnutzbares Objekt zahlen? Diese brisante Frage landete schließlich vor Gericht und hielt die Parteien in Atem.
Sanierung per Beschluss in der Wohnungseigentümergemeinschaft – klingt einfach, kann aber vor Gericht enden. Ein Amtsgericht hat zwei Entscheidungen zu Balkonen und einer Terrasse kassiert. Die Gemeinschaft hatte versucht, über privates Sondereigentum zu entscheiden und scheiterte zudem an unklaren Formulierungen.
Die Lichter gehen aus – ein alltägliches Drama für Mieter. Doch wann wird ein Stromausfall in der Mietwohnung zum Fall für die Gerichte und erfordert einen gerichtlichen Eilantrag? Ein aktuelles Urteil zeigt, dass manchmal der Griff zum Telefon der notwendige erste Schritt ist, bevor der Gang zum Richter führt.
Ein Streit um unbezahlte Miete für Monteurzimmer führte vor Gericht zu einer unerwarteten Wendung. Statt über die Schulden zu verhandeln, bekämpften sich zwei Landgerichte um die Frage der Zuständigkeit. Das Saarländische OLG musste schließlich klären, ob der Sitz des Mieters oder der Ort der angemieteten Räume entscheidend ist, wenn ein Unternehmen für seine Mitarbeiter mietet.
Das **Wohnrecht** erlischt mit dem Tod, doch was passiert mit den zuletzt offenen Rechnungen? Eigentümer sahen sich mit dieser Frage konfrontiert, als sie von den **Erben** des Verstorbenen Nebenkosten forderten. Die juristische Herausforderung: Wo ist der richtige Ort für die Klage, wenn die Erben weit auseinander leben?
Den Mietern winkte ein stattliches Guthaben aus der Betriebskostenabrechnung. Doch der Vermieter legte nach Ablauf der Frist eine neue Rechnung vor, die das Guthaben drastisch reduzierte. Darf eine einmal fristgerecht zugestellte Abrechnung einfach nachträglich zu Lasten der Mieter geändert werden?
Der Traum vom ausgebauten Dachgeschoss verwandelte sich für einen Wohnungseigentümer in einen Albtraum unerwartet hoher Kosten. Über 600.000 Euro waren plötzlich für Brandschutzmaßnahmen fällig, ausgelöst durch seinen Ausbau. Gehört diese enorme Ausgabe zur Baulast des einzelnen oder fällt sie der gesamten Wohnungseigentümergemeinschaft zur Last? Ein Gericht musste diese knifflige Frage klären.
Für diesen Berliner Mieter wurde die Post vom Vermieter zur Farce. Jahrzehntelang landeten Briefe und Mieterhöhungen nur im Briefkasten seiner Lebensgefährtin. Doch das Ignorieren hatte Grenzen: Das Gericht stellte klar, er ist immer noch Vertragspartner.
Goldgrube Dachgeschoss? In München entbrannte ein erbitterter Streit um die Mieteinnahmen aus neu gebauten Wohnungen über den Köpfen der Eigentümer. Ein Gericht musste entscheiden, wem die Erträge aus dem Gemeinschaftseigentum zustehen – mit überraschendem Ergebnis.
Er wollte raus aus seiner Wohnung, doch jetzt muss er bleiben. Ein Gericht in Frankfurt erklärte die Kündigung eines Mieters für ungültig. Der Grund: Zum Zeitpunkt seines Entschlusses war der Mann offenbar nicht geschäftsfähig.
Kein Handschlag, kein Vertrag? So einfach ist es bei der Maklerprovision im Immobiliengeschäft oft nicht. Ein Gericht in Gießen entschied nun: Wenn Käufern die Rolle des Maklers zu unklar ist, müssen sie auch nicht zahlen. Im Zentrum stand die Frage, wann ein Maklervertrag ohne Unterschrift zustande kommt – und wann eben nicht.
Sonnenschirme spannen sich auf, Stühle und Tische locken Gäste vor ein Restaurant in Dachau. Doch was nach entspanntem Sommerabend aussieht, ist Zündstoff für eine Eigentümergemeinschaft. Denn es geht um die Frage: Wem gehört diese Freischankfläche wirklich?
In Hamburg eskalierte ein Nachbarschaftsstreit auf beängstigende Weise: Ein Schuss in der Wohnung, ein verletztes Bein – doch das Gericht stoppte den Versuch, den Schützen umgehend vor die Tür zu setzen. Werden die anderen Mieter nun im Stich gelassen oder hat der Rechtsstaat hier richtig entschieden?
Hitzegeplagter Wohnungseigentümer wollte kühlen Kopf bewahren, doch die Gemeinschaft spielte nicht mit: Ein geplanter Klimaanlagen-Einbau entfachte einen juristischen Sommersturm. Währenddessen sorgte die Frage nach sicheren Fahrradstellplätzen für weniger Aufregung, aber offenbar nicht für weniger Gesprächsstoff unter den Nachbarn.
Im Frankfurter Wohnungseigentumsstreit prallten Welten aufeinander: Eine Eigentümerin wehrte sich gegen den Zahlungsaufschub, den ihre Miteigentümer ihr aufzwängen wollten. Was als Entgegenkommen gedacht war, entpuppte sich als Zankapfel, der die Frage aufwarf, wem das letzte Wort gehört – der Mehrheit oder dem Einzelnen?