Trotz mängelfreier Übergabe verweigerte der Vermieter die vollständige Rückzahlung der Miet-Kaution wegen angeblicher Renovierungsarbeiten und ungeklärter Nebenkosten-Nachzahlungen. Er scheiterte vor Gericht gleich doppelt: Wegen einer unwirksamen Reparaturklausel und formal fehlerhafter Abrechnungen mit obskuren Abkürzungen.
Mietvertrag/Kündigung
Ein Gewerbe-Mieter forderte nach Aufhebung seiner Insolvenz die Fortsetzung des Mietvertrags, doch der Vermieter stellte den Anspruch auf Wiederauffüllung der Mietsicherheit nach Insolvenz. Das Gericht musste klären, ob dieser Betrag als alte Insolvenzforderung bereits erledigt war oder als neuer Sicherungszweck voll bezahlt werden muss. Zum vorliegenden | | Kontakt ÜbersichtMuss die Kaution nach einer Insolvenz wieder voll aufgefüllt werden?Was genau war zwischen Mieterin und Vermieterin passiert?Insolvenzforderung oder eigenständiger Anspruch: Wo liegt der rechtliche Kern des […]
Ein Vermieter am Potsdamer Platz wehrte sich gegen die Rückforderung überhöhter Mieten und forderte zwingend ein Sachverständigengutachten zur ortsüblichen Miete. Nun stellt sich die Frage: Reicht die Indizwirkung des einfachen Berliner Mietspiegels allein für die richterliche Feststellung der Höchstmiete aus?
Eine Vermieterin kündigte wegen Eigenbedarfs, obwohl der Mieter eine schwere psychische Erkrankung als Widerspruchsgrund geltend machte. Das Gericht sah die gesundheitliche Härtefalllage nicht als überwiegend an, gewährte dem Mieter aber eine Räumungsfrist von über anderthalb Jahren.
Ein neuer Eigentümer kündigte die Wohnung wegen Eigenbedarfs, doch eine vertragliche Einschränkung des Kündigungsrechts durch Altvertrag stand im Weg. Obwohl der gesetzliche Eigenbedarf nachgewiesen wurde, war die über 30 Jahre alte Mietklausel überraschend strenger als das Gesetz.
Wegen der befürchteten unbilligen Benachteiligung durch tieffrequente Geräusche zog ein Miteigentümer gegen den WEG-Beschluss zur Installation einer Klimaanlage vor Gericht. Die Klage stützte sich auf drohende tiefe Brummtöne, doch das Gericht sah die Benachteiligung vor der tatsächlichen Inbetriebnahme nicht als beweisbar an.
Der Zwangsverwalter kündigte das gewerbliche Mietverhältnis bei Wohnraum für Arbeitnehmer, um die Immobilie wieder zu vermieten. Trotz der wirksamen Beendigung des Hauptvertrages verneinte das Landgericht Wuppertal den Räumungsanspruch.
Ein Mieter in Hamburg, seit vier Jahrzehnten Bewohner, geriet wegen ausstehender Betriebskosten in den Mietrückstand. Obwohl die Vermieter eine telefonische Ratenzahlung vehement bestritten, scheiterte die fristlose Kündigung überraschend.
Eine Mieterin in Berlin verpasste die zehntägige Frist, um ein 200.000-Euro-Angebot zur Räumung ihrer Ladenfläche anzunehmen. Dennoch wurde der Vermieter zur vollen Zahlung verpflichtet, da sein eigenes Verhalten entscheidend war.
Eine Vermieterin klagte auf Räumung wegen Mietrückständen und sprach eine neue Kündigung direkt in ihren digitalen Schriftsatz ein. Doch das Landgericht erklärte die Kündigung für unwirksam, weil sie den Mietern nicht "klar erkennbar" zugestellt wurde.
Ein älterer Mann fand sich nach jahrelanger Bewohnung plötzlich vor der verschlossenen Tür seiner Wohnung wieder, sein gesamtes Hab und Gut bereits geräumt. Er pochte darauf, er habe mit seiner Nichte einen mündlichen Mietvertrag über 900 Euro monatlich für die 76 Quadratmeter große Wohnung geschlossen und stets gezahlt. Doch die Eigentümerin bestritt jeglichen mündlichen Mietvertrag vehement und beharrte darauf, die Nutzung sei lediglich eine kostenlose, längst beendete Leihe gewesen. Der Mann forderte nun die Wiedereinräumung […]
Eine Wohnungseigentümerin in einer rheinischen Großstadt forderte ihr bewohntes Eigentum zurück, doch die scheinbar alltägliche Räumungsklage wurde zum juristischen Tauziehen um hohe Prozesskosten. Obwohl der jährliche Nutzungswert der Wohnung unstreitig 7.200 Euro betrug, legte das Landgericht einen geringeren Streitwert fest. Diese Diskrepanz entzündete eine Streitwertbeschwerde. Sie warf die Frage auf, ob das Geltendmachen des Eigentumsrechts die Verfahrenskosten zwangsläufig in die Höhe treiben muss.
Vermieter reichten bereits am 12. März 2025 eine Räumungsklage gegen ihre Mieter ein, obwohl deren Auszug aus der Wohnung erst Ende Mai 2025 anstand. Als die Mieter die Klage am 20. März erhielten, anerkannten sie den Räumungsanspruch sofort, nur einen Tag später. Doch ungeachtet dieses schnellen Einlenkens blieben die Wohnungseigentümer auf den gesamten Kosten der Räumungsklage sitzen.
Zum vorliegenden | | Kontakt ÜbersichtDer Fall vor GerichtEin Restaurant brennt nieder – muss der Mieter trotzdem die volle Miete zahlen?Was war die ungewöhnliche Vereinbarung zwischen Mieter und Vermieter?Was geschah nach dem Brand und worüber stritten die Parteien?Warum war der Mieter überzeugt, keine Miete mehr schuldig zu sein?Wie lautete die Sichtweise des Vermieters?Welche Pflicht hatte der Vermieter laut Gericht wirklich?Wer verhinderte die Reparatur des Gebäudes – und warum war das entscheidend?Wie entschied das Gericht am […]
Stellen Sie sich vor, Sie verhandeln erfolgreich, um eine Räumungsklage zu beenden und Ihr Zuhause zu verlassen. Die Erleichterung ist groß, doch dann fordert ein Gericht plötzlich die gesamten Kosten von Ihnen – mit der Begründung, Sie hätten den nie geführten Prozess ohnehin verloren.
Ein Streit um ein lebenslanges Wohnrecht eskalierte vor Gericht, als sich geschiedene Eheleute unversöhnlich gegenüberstanden. Der Mann berief sich auf eine mündliche Absprache, um sein Wohnrecht zu behalten, obwohl der notarielle Vertrag klare Bedingungen für dessen Erlöschen festlegte. Doch was wiegt schwerer: das aufwendig beurkundete Schriftstück oder ein angeblich nur mündlich gegebenes Versprechen, für das die Zeugen schweigen?
Eine Mieterin sah sich in ihrem langfristigen Gewerbemietvertrag plötzlich mit drastisch höheren Zahlungen konfrontiert. Eine scheinbar gängige Wertsicherungsklausel sollte die Miete an die Inflation koppeln, entpuppte sich jedoch als undurchsichtiges Zahlenwerk. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat diese Klausel nun gekippt und damit die Mieterin entlastet. Ein Urteil, das die Transparenz bei Mietanpassungen in den Fokus rückt.
Ein Streit um unbezahlte Miete für Monteurzimmer führte vor Gericht zu einer unerwarteten Wendung. Statt über die Schulden zu verhandeln, bekämpften sich zwei Landgerichte um die Frage der Zuständigkeit. Das Saarländische OLG musste schließlich klären, ob der Sitz des Mieters oder der Ort der angemieteten Räume entscheidend ist, wenn ein Unternehmen für seine Mitarbeiter mietet.
Für diesen Berliner Mieter wurde die Post vom Vermieter zur Farce. Jahrzehntelang landeten Briefe und Mieterhöhungen nur im Briefkasten seiner Lebensgefährtin. Doch das Ignorieren hatte Grenzen: Das Gericht stellte klar, er ist immer noch Vertragspartner.
Goldgrube Dachgeschoss? In München entbrannte ein erbitterter Streit um die Mieteinnahmen aus neu gebauten Wohnungen über den Köpfen der Eigentümer. Ein Gericht musste entscheiden, wem die Erträge aus dem Gemeinschaftseigentum zustehen – mit überraschendem Ergebnis.
